Die historische Entwicklung des Detektivs – von frühen Spürnasen, bis zur modernen Detektei

Die historische Entwicklung des Detektivs – von frühen Spürnasen, bis zur modernen Detektei

Wer an einen Detektiv denkt, sieht noch heute nicht selten die wohl mit berühmteste Detektivfigur Sherlock Holmes vor sich, der mit Baskenmützen, großer Lupe und Tweetumhang den Spuren im frühen England nachgeht. Oder aber auch einen eher komischen Kauz, der überall herumschnüffelt und Fragen stellt, sich in alles einzumischen wagt und der meist sehr verschroben wirkt. Exakt 1833 wurde es das erste Ermittlungsbüro, welches durch den Franzosen und Ex-Sträfling Eugène François Vidocq geführt wurde, nachweislich eröffnet. Erst rund dreißig Jahre später entstanden auch in Deutschland erste Detekteien. Der Detektiv von heute ist alles andere, als dies. Moderne Detekteien setzen auf höchst ausgefeilte Technik, geschultes Personal und Know-how. Auf der ganzen Welt werden im Wirtschaftsbereich, wie auch auf privater Ebene immer mehr Detektive für verschiedene Bereiche eingesetzt.

Von der kultigen Spürnase, bis zum modernen Detektiv

Gab es Sherlock Holmes tatsächlich? In der Realität leider nein. Er ist eine Kunstfigur, die von dem bekannten britischen Schriftsteller 1886 Arthur Conan Doyle erschaffen wurde. Als überaus cleverer Ermittler schnüffelte er im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert in vielen seiner Romane als Detektiv umher. Fakt ist aber, dass er als die Kultfigur im Detektivbereich noch heute zählt und seine Kriminalliteratur trug nicht selten dazu bei, dass auch die polizeilichen Arbeiten in der Realität hier und da in seine Methoden schnüffelten, sie kopierten und anerkannten. Denn besonders seine forensischen Ermittlungsmethoden, die seine helfende Hand, Dr. Watson, für ihn meist ausführte, wurden nicht selten adaptiert. Die Nüchternheit, mit der er seine Beobachtungen und seine scharfe Intuition bündelte und Schlussfolgerungen zog, sind nicht nur legendär, sondern auch hilfreich. Als Detektiv gelangte Holmes einen ganz besonderen Status, den er bis heute trägt. Denn nach wie vor wird auch den Detektiven von heute die Rationalität des Denkens und Handelns und ihr analytisches Vorgehen nachgesagt. Zu Holmes und seinen spannenden Geschichten gab es am Ende sogar 56 Kurzgeschichten des Autors. Noch heute profitieren viele Detektive von seiner Vorgehensweise und gepaart mit der heutigen Technik und der modernen Errungenschaften, sind die Spürnasen nach wie vor weltweit unterwegs.

Die verrückte Geschichte der Entstehung des Detektivberufs

Im Grunde sind es Menschen in der Vergangenheit gewesen, die durch ihren Erfahrungsschatz und ihr Leben in der Unterwelt diesen Beruf entstehen ließen. Besonders sind es die Ermittlungsmethoden und Analysen, die gepaart mit forensischem Vorgehen zur damaligen Zeit, noch heute teils Bestand haben. Allen voran und damit als Pionier zählend Eugène François Vidocq. Der Franzose, der zum Einen als Soldat diente, zudem als Krimineller Sträfling behaftet auch schon damals als Spion eingesetzt wurde, ließ das „Bureau des Renseignements“ inmitten der lebendigen Stadt Paris entstehen. Als Vorreiter in der Kriminalistik war er Derjenige, der erstmals eine Kartei für seine Kunden oder Mandanten anlegte und mit Ballistik und Forensik seine verdeckten Ermittlungen aufwies, die zur damaligen Zeit eher einzigartig waren. Sie sorgten aber auch für Zündstoff, denn niemand wollte sich in dieser Zeit um 1833, in die Karten schauen lassen und die Unterwelt sprühte nur so vor Kriminalität, Delikten aller Art und aus allen Reihen. Erst recht nicht von Ex-Sträflingen. Denn der Kriminalist mit Eigenerfahrung Vidocq stellte häufig gerne ehemalige Sträflinge ein.

Sein Motto: Nur wer denkt wie ein Verbrecher und Krimineller, kann auch einem solchen auf die Füße treten. Seine Gedankengänge nachvollziehen und ihm auf die Schliche kommen. Aber auch sein große Herz soll in der Szenerie bekannt gewesen sein: Niemals, so wird erzählt, soll er Menschen verraten haben, die aus wahrhafter Notwendigkeit stahlen. Davon gab es besonders in dieser Zeit tatsächlich eine Menge.

Die Weiterentwicklung der Detekive

Mit der heutigen, technischen Ausrüstung und Weiterentwicklung in Sachen Analyse und Co. stehen moderne Detekteien auf der ganzen Welt im Vordergrund, wenn es um sachgemäße und vor allem aber seriöse Ermittlungen geht. Schon längst sind sowohl weibliche, wie männliche Personen in diesem Bereich national und international bei Observierungen und Personensuche und mehr dabei. Übrigens: Schon lange bevor das FBI oder die Metropolitan Police Frauen einstellte, gab es schon 1894 die Ermittlerin Loveday Brooke, die in der Literatur als eine solche auftauchte. Ein Meilenstein des Wandels dieser Zeit, die sich von der Männerdomäne in vielen Bereichen versucht immer mehr zu lösen und auch den Frauen durch ihren besonderen Instinkt und Spürnasengene eine Nische in Ermittlungsarbeiten einräumte.

Der Fortschritt

Zur damaligen Zeit standen letztlich die persönliche Observierung und auch teils Verkleidungen und Tarnungen im Vordergrund, um erfolgreich ermitteln zu können. Die Beweissicherung führte von fälschungssicherem Papier, bis hin zur und auslöschlicher Tinte beispielsweise. Sicherlich auch die gute Beobachtungsgabe und die feine Nase fürs Wesentliche. Heute besteht die Arbeit der Detekteien aus der Nutzung von forensischer Wissenschaft, technischen Mitteln, wie digitaler Fotografie und Videoüberwachugnssystemen, wie aber auch der spezifischen Dokumentenanalyse und auch der digitalen Forensik letztlich, die mittlerweile einen großen Teil bei Ermittlungsarbetien von heute einnimmt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

WordPress Cookie Hinweis von Real Cookie Banner