Markenpiraterie & Produktfälschungen: Wie Unternehmen sich schützen können
Viele glauben, Markenpiraterie und Produktfälschungen betrifft vor allem Luxusartikel, wie beispielsweise exklusive Textilien und teure Uhren. Das ist aber ein Irrtum, denn tatsächlich wird beinahe alles gefälscht, ob es sich um Tonträger, Ersatzteile, einfache Getränkedosen, Europaletten oder sogar ganze Sportwagen handelt. Die Hersteller von Produkten, welche kopiert werden, erleiden dadurch finanzielle Einbußen sowie auch Reputationsschäden. Eine Gegenwehr zu starten, dazu ist man quasi gezwungen, weil die Imitate sicherheitskritischer Waren große Risiken mit sich bringen können. Man erinnere sich dazu an die Zwischenfälle mit nachgemachten Flugzeugteilen oder Arzneimitteln.
Letztlich sind es immer Schwachstellen in einem Bereich der Hersteller, die es den Betrügern ermöglichen, Produkte zu fälschen und Marken unerlaubt zu kopieren. Die Umsatzverluste, welche auf der ganzen Welt durch Produktfälschung und Markenpiraterie entstehen, sollen sich nach Schätzungen jährlich auf über 250 Milliarden US-Dollar belaufen. Zu den finanziellen Einbußen kommen für die geschädigten Unternehmen, volkswirtschaftlich gesehen, Steuerausfälle hinzu und ebenso mögliche, verlorene Arbeitsplätze. Dazu können Käufer/Nutzer von Imitaten (z.B. durch sicherheitsgefährliche Spielzeuge aus China) erheblich geschädigt werden. Wie kann sich nun ein Unternehmen gegen so etwas besser schützen?
Sich von einer Detektei beraten und helfen lassen
Detekteien können für Unternehmen auch schon eine erste Anlaufstelle sein und Unternehmen praktisch beraten und unterstützen. Auch können Diese bei den Ermittlungen helfen. Sie können beispielsweise im Unternehmen Schwachstellen feststellen und zu nötigen Maßnahmen raten. Auch können Detekteien recherchieren, wer hinter gefälschten Produkten steckt. Dann werden Detektive Online-Shops, Märkte oder auch Lieferketten beobachten sowie versuchen herauszufinden, wo Fälschungen produziert/verkauft werden. Damit Unternehmen rechtliche Maßnahmen ergreifen können, werden Beweise benötigt. Detektive können beispielsweise Testkäufe, Fotos oder Lieferwege beobachten und dokumentieren, sodass Unternehmen die nötigen Informationen vor Gericht verwenden können. Häufig ist aber nicht nur der Hersteller das Problem, sondern ebenfalls Händler und Zwischenhändler. Detekteien können analysieren, wie (Ursprung bis zum Verkauf) gefälschte Produkte verbreitet werden.
Unternehmen sollten sich um gute Schutzstrategien bemühen
Firmen können starke Sicherungsstrategien entwickeln, um die Risiken bezüglich der Markenpiraterie zu minimieren. Unternehmen sollten zu der kontinuierlichen Überwachung der Online-Präsenz Markenrechte sowie Domains sichern. So können sie im Falle von Markenpiraterie einfacher als auch schneller rechtliche Schritte einleiten. Zusätzliche Schutzstrategien sind noch die Aufklärung der Mitarbeiter über Sicherheitsrisiken sowie das Erkennen von Anzeichen für Markenpiraterie. Auch dadurch kann potenzieller Schaden minimiert werden.
Wenn Unternehmen Opfer von Markenpiraterie geworden sind: Rechtliche Maßnahmen durchführen
Ist ein Unternehmen Opfer von Markenpiraterie geworden, sollte es rechtliche Maßnahmen durchführen, um sich wieder aufzubauen. Verschiedene sowie wirksamen Optionen, um gegen Markenpiraterie vorzugehen, sind die Anordnung von Unterlassungserklärungen, der Schutz von Markenrechten sowie die Einleitung rechtlicher Schritte. Die möglichen Maßnahmen unterscheiden sich in der Größe sowie im Umfang. Sie sollten deshalb von der Anzahl der Schäden sowie den Unternehmensressourcen abhängen.
Markennamen sowie Logo durch Markenschutzgesetze schützen
Durch Markenschutzgesetze können Unternehmer den eigenen Markennamen sowie das dazugehörige Logo schützen lassen. Wenn dann ein anderes Unternehmen das Logo eines Unternehmens widerrechtlich nutzt, werden die Markenrechtsgesetze das Unternehmen, welches die rechtlichen Schritte einleitet als auch Schadensersatzansprüche geltend machen möchte, es unterstützen.
Unterlassungsverfügungen als erste Verteidigungsstrategie gegen Markenpiraterie
Als erste Verteidigungsstrategie gegen Markenpiraterie können sogenannte Unterlassungsverfügungen für Unternehmen dienlich sein. Diese Verfügungen verlangen – bevor rechtliche Maßnahmen ergriffen werden -, dass Phisher die rechtsverletzenden Handlungen einstellen. Unterlassungsverfügungen können als Warnung für Markenpiraten genutzt werden und helfen, gefälschte Produkte sowie weitere Markenpiraterie-Arten zu unterbinden.
Das Einleiten von rechtlichen Schritten
Werden Unterlassungsanordnungen ignoriert, kann ein Unternehmen als nächsten Schritt rechtlich dagegen vorgehen. Es können dann Verstöße gegen das Urheberrecht, Streitigkeiten über Domainnamen oder Markenrechtsverletzungen gemeldet werden. So eine Klage macht es einem Unternehmen möglich, Recht einzuklagen sowie eventuell Schadensersatz einzufordern. Das Einleiten von rechtlichen Schritte hängt von der Art sowie Größe der Markenpiraterie ab. Es kann aber am letzten Ende dazu beitragen, eine Marke sowie den Ruf eines Unternehmens zu schützen als auch die Täter zur Rechenschaft zu ziehen.
Proaktiv eine Marke schützen
Um ein Unternehmen vor Markenpiraterie zu schütze, gibt es auch noch weitere Möglichkeiten. So können gewisse Tools zur Überwachung von Domains, Marken sowie Warenzeichen angeschafft und genutzt werden. Solche Dienste verfolgen im Zusammenhang mit der Identität eines Unternehmens Online-Aktivitäten und zeigen auch sämtliche Warnsignale an, welche auf eine Markenpiraterie zurückdeuten könnten. Es muss berücksichtigt werden, dass mit den sich ständig verändernden, neuen Technologien Unternehmen recht anfällig für Markenpiraterie sind. Man sollte deshalb kontinuierlich Sicherheitsaudits durchführen, sich über neue Preise informieren sowie mit der Polizei zusammenarbeiten, wenn es zu Markenpiraterie kommt.
Kundentreue ist für Unternehmen wichtig und da es Markenpiraterie in vielen verschiedenen Formen gib, kann diese schnell die Loyalität der Kunden zerstören sowie einen guten Ruf leider auch zunichte machen. Wenn erst einmal das Vertrauen gebrochen ist, kann es tatsächlich auf für immer zerstört sein. Unternehmen sollten wissen, wie sich Markenpiraterie zeigen kann, damit eine Marke geschützt werden und man lernen kann, wie man die Technik schützt als auch zeitgleich das Vertrauen aufbaut.
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