Observation richtig gemacht: Worauf kommt es bei professioneller Beobachtung wirklich an

Observation richtig gemacht: Worauf kommt es bei professioneller Beobachtung wirklich an

Die Observation – also die Beobachtung, ist eine wichtige Tätigkeit, ob es sich nun um behördliche oder auch private Observationen einer Detektei handelt. Beide haben dabei im Grunde das gleiche Ziel: Es geht darum, Verhaltensweisen von Personen (auch Zielpersonen genannt) lückenlos zu dokumentieren. Manchmal kann es sich auch in Ausnahmen um sogenannte Standobservationen handeln, bei denen Geschehnisse rund um einen bestimmten Ort – oft handelt es sich dann um ein Gebäude oder ein anderes Objekt – festgehalten werden. All das soll möglichst lückenlos erfolgen und diese Art von Beobachtungen sollten natürlich auch nicht anderen auffallen. Außerdem dürfen bei Observationen nicht die Persönlichkeitsrechte der observierten Zielpersonen verletzt werden. Detektive müssen streng darauf achten, dass sie sich im Rahmen ihrer rechtlichen Möglichkeiten legal bewegen, damit ihre Ergebnisse überhaupt von Nutzen für ihre Klienten sein können.

Die direkte Echtzeit-Beobachtung ist ein absolut nützliches Werkzeug

Bei der Überwachung handelt es sich im Ermittlungsdienst um eine der ältesten sowie gebräuchlichsten Praktiken und dies auch unabhängig davon, ob Informationen zu bestimmten Themen gesammelt oder beispielsweise ein Versicherungs-Betrugsfall untersucht werden soll. Die direkte Echtzeit-Beobachtung ist und bleibt dafür ein sehr nützliches Werkzeug.

Auch wenn viel Erfahrungen eine sehr gute Hilfe sind, um erfolgreich sowie effektiv Überwachungen durchzuführen, müssen Detektive ebenso über die richtige Ermittlungstaktik verfügen als auch das passende Equipment besitzen. Langjährig arbeitende Detekteien werden ihr Wissen immer an neue Mitarbeiter oder Detektive in der Ausbildung weitergeben, damit diese optimal für private sowie wirtschaftliche Ermittlungseinsätze vorbereitet und auch für weitere Aufgaben bestens gerüstet sind. Folgend noch Wissenswertes zu Ermittlungs- und Observations-Taktiken:

Ein Detektiv darf nicht auffallen und muss sich doch einfügen können

Eine erfolgreiche Observation/Überwachung in der Zielumgebung ist sehr davon abhängig, wie die Präsenz des Detektivs wahrgenommen wird. Oft erweist sich die Illusion, dass der Privatermittler mit „dazugehört“ als vorteilhafter und funktioniert häufig besser, als wenn sich dieser nur verstecken würde.

Es zu keinem direkten Sichtkontakt kommen lassen

Gute Detektive werden ihre Gesichter nicht direkt den Zielpersonen oder den Zielobjekten zuwenden. Wenn möglich, wird ein Detektiv Augenkontakt vermeiden, weil meist die Augen der Zielperson mehr sagen können, als der Detektiv selbst preisgeben will. Das bedeutet, auch wenn jemand den Detektiv direkt ansieht, heißt es nicht, dass dieser die Person sieht. Und wenn es so aussieht, als ob eine Zielperson auf den Detektiv zukommt, wird dieser nicht reagieren. Für den Detektiv ist es wichtig, so „normal“ wie möglich weiterzumachen. Auch wird er versuchen zu vermeiden, mehr als einmal am Tag am Wohnort der Zielperson vorbeizufahren/vorbeizugehen. Das wird sich aber nicht immer ganz verhindern lassen.

Sich auf den Einsatz vorbereiten

Grundsätzlich wird sich ein Detektiv vor jedem Einsatz gut vorbereiten, indem er sich beispielsweise eine einfache Geschichte ausdenkt, anhand der er erklären kann, warum er sich in einer bestimmten Gegend aufhält. Er kann auch dafür Requisiten (z.B. Tornister, Sportzeug, Bücher) bereithalten, die die Geschichte oder seinen gewählten Charakter belegen/unterstreichen. Bei allem wird ein professioneller Detektiv sehr darauf bedacht sein, nichts außer Acht zu lassen, was seinen wahren Zweck verraten könnte. Verräterisches und sichtbares Equipment, wie beispielsweise ein Fotoapparat oder ein Fernglas, gehen gar nicht.

Keine auffälligen Fahrzeuge

Ein professioneller Detektiv wird keinen auffälligen Van oder ein anderes, großes Auto nutzen und schon gar nicht „Magnum-Like“ mit einem roten Ferrari daherkommen, um einen verdeckten Überwachungsfall zu bearbeiten. Auffällige Fahrzeuge werden Passanten und Nachbarn wohl mehr dazu verleiten, den Detektiv selbst genauer zu beobachten.

Werden herkömmliche/unauffällige Fahrzeuge mit hiesigen Kennzeichen verwendet oder mal gemietet, führt das in vielen Umgebungen dazu, dass Detektive in der Menge untergehen. Detektive können schon im Vorfeld den Observationsbereich überprüfen, um herauszufinden, welche Fahrzeugarten dort überwiegen und welcher Observationsstandort optimal erscheint.

Über genaue Ortskenntnisse verfügen

Detektive sollten sich generell vor jedem Einsatz mit der Gegend vertraut machen. Dafür können beispielsweise Google Earth-Bilder genutzt werden. Detektive sollten sich auf alle möglichen Routen zum Standort hin und auch vom Standort weg vorbereiten. So können sie den optimalen Standortbereich auswählen. Es sollte eine Stelle sein, an dem ein Detektiv sehen kann, wie die Zielperson/Zielpersonen abreist/abreisen. Und dies unabhängig davon, welchen Weg Zielpersonen oder Zielfahrzeuge wählen. Manchmal kann sich bei der Standortüberprüfung herausstellen, dass es unmöglich ist, alle Ein- und Ausfahrten/-gänge zu berücksichtigen. In solchen Fällen können mehrere Einsatzfahrzeuge nötig sein, um bestimmte Jobs zu erledigen.

Das Ankommen am Zielobjekt

Es kann sinnvoll sein, sehr früh am Morgen an der Überwachungsstelle anzukommen. Dadurch kann vermieden werden, dass die Detekteien dabei beobachtet werden, wie sie ihr Fahrzeug parken und aussteigen. Man muss dabei wissen, dass in der Regel Bewegungen, wie beispielsweise Ankommen, Wegfahren, Zurückkehren, Ein- oder Aussteigen aus einem Fahrzeug, Aufmerksamkeit und Neugierde weckt.

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